Offene Fragen

Bei der Arbeit an der Vereinsgeschichte sind Fragen offen geblieben, die sich mit den bisher ausgewerteten Quellen nicht beantworten lassen. Hier sind sie gesammelt – jeweils mit dem, was wir wissen, und wo man weitersuchen könnte.

Wer etwas beitragen kann – Dokumente, Fotos, Protokolle, Erinnerungen –, schreibt bitte an obmann@uyc-stammverein.at.

Gründung und frühe Jahre

1. Wo tagte die Gründungsversammlung am 21. April 1886?

Was wir wissen: Zeitgenössisch belegt ist als Vereinsadresse nur Wien I., Jacobergasse 3 (Allgemeine Sport-Zeitung 1886). Die Festschrift 1986 nennt ein „Clubzimmer im Hause Wien 1., Köllnerhofgasse 2“, die mündliche Überlieferung die Technische Hochschule. 1889 lautete die Clubadresse Wien III., Erdbergerlände 36. Die Allgemeine Sport-Zeitung 1886–1900 ist inzwischen Seite für Seite durchgesehen – den Versammlungsort nennt sie nicht.

Wo wir suchen: Vereinsakt der Statthalterei, Lehmann's Adressbuch 1886–1890.

2. Wer war ab Ende 1887 Obmann-Stellvertreter – Ransonnet oder Lott?

Was wir wissen: Laut Allgemeiner Sport-Zeitung wählte die Generalversammlung vom 9. November 1887 Freiherr v. Popp zum Vorstand, Freiherr v. Ransonnet zum Stellvertreter und Dr. G. Lott sowie Freiherr v. Walterskirchen in den Ausschuss. Die Vorstandsliste nach den Festschriften nennt Lott als Stellvertreter und Ransonnet als Obmann 1887 – Ransonnet war 1887 aber nachweislich Vorstand des Zweigvereins Attersee.

Wo wir suchen: Protokollbücher, Berichte über die Generalversammlungen 1888–1890, Lehmann's Adressbuch.

3. In welchem Club war Josef Stierböck 1886/88 Zeugwart?

Was wir wissen: Die Allgemeine Sport-Zeitung nennt ihn 1886 und 1888 als Zeugwart eines anderen Wiener Clubs, in dem Edward Drory Vice-Präses war (weiter J. K. Auracher, Eduard Kube, Eugen Gurovits). 1902 wurde Stierböck Obmann-Stellvertreter des Stammvereins.

Wo wir suchen: Allgemeine Sport-Zeitung 1886/1888 (vollständiger Bericht), Vereinsverzeichnis in Lehmann's Adressbuch.

4. Was besagten die „Grundsätze für die Mitgliederaufnahme“ von Gustav Fritz?

Was wir wissen: Viktor Thausing sen. berichtete 1936, Gustav Fritz habe als Anhänger der christlichsozialen Partei Aufnahmegrundsätze eingeführt, die weiter gegolten hätten. Ob sie Juden von der Mitgliedschaft ausschlossen, ist nicht belegt.

Wo wir suchen: Protokolle und Statuten der 1880er- und 1890er-Jahre, Vereinsakt, Erinnerungen in den Festschriften.

5. Wann genau starb Edward Drory?

Was wir wissen: Die Quellen nennen den 2. oder 3. September 1904 in Berlin.

Wo wir suchen: Berliner Sterberegister (Landesarchiv Berlin), Nachrufe in Berliner und Wiener Zeitungen.

6. Seit wann gibt es weibliche Mitglieder?

Was wir wissen: 1925 segelte Fräulein A. Knaur für den Stammverein, 1928 wurde Berta Österlin als ausübendes Mitglied aufgenommen. Ob sie die ersten Frauen im Verein waren, ist offen.

Wo wir suchen: Mitgliederlisten, Allgemeine Sport-Zeitung, „Flugzeug und Yacht“ ab 1923.

Die Zweigvereine

7. Wer gründete 1888 den Zweigverein Traunsee?

Was wir wissen: Genannt werden Gustav Fritz, die Brüder Thausing und ein Herr Schrötter, dessen Identität ungeklärt ist. 1891/92 war Fritz Vicepräses des Zweigvereins.

Wo wir suchen: Oberösterreichisches Landesarchiv (Vereinsakt), Linzer „Tages-Post“ und Gmundner Lokalblätter 1888.

8. Wann und von wem wurde der Zweigverein Grundlsee gegründet?

Was wir wissen: Die Festschriften nennen den 18. Juli 1914. Die Generalversammlung von 1930 war aber erst die 11. ordentliche, was auf eine Gründung um 1920 hindeutet. Langjähriger Obmann bis 1931 war Dr. Ernst v. Obermayer-Rechtsinn.

Wo wir suchen: Steiermärkisches Landesarchiv (Vereinsakten), Zeitungen 1914–1921.

9. Wann und von wem wurde der Zweigverein Millstättersee gegründet?

Was wir wissen: Genannt werden 1922 und 1923; die Festschrift „10 Jahre UYC Zweigverein Millstättersee 1923–1933“ spricht für 1923.

Wo wir suchen: Kärntner Landesarchiv, Klagenfurter Zeitung 1922–1923.

10. Wann genau wurde der Zweigverein Neusiedlersee gegründet?

Was wir wissen: Der Vorstand nahm ihn am 10. November 1926 auf, die Liste der Zweigvereine nennt den 17. Jänner 1927 (wohl die konstituierende Versammlung).

Wo wir suchen: Burgenländisches Landesarchiv, „Flugzeug und Yacht“ 1926/27.

Vorstand und Funktionäre

11. Wer führte den Stammverein zwischen Jänner 1924 und 1925?

Was wir wissen: Obmann Carl Schlenk starb am 9. Jänner 1924; Hans Maurus ist als Obmann erst ab dem Frühjahr 1925 belegt.

Wo wir suchen: „Flugzeug und Yacht“ 1924, Lehmann's Adressbuch 1924–1925.

12. Wer war von 1922 bis 1927 Kassier?

Was wir wissen: Die Vorstandsliste (nach den Festschriften) nennt Walter Klunzinger. Die Generalversammlung 1928 dankte aber Max Schmidt, der „lange Kassier und Obmann-Stellvertreter“ gewesen sei. „Flugzeug und Yacht“ 1924 und 1926 nennt Max Schmidt als Kassier des Gesamtclubs und Klunzinger als Kassaprüfer – möglicherweise wurden Stammverein und Gesamtclub vermischt.

Wo wir suchen: Protokolle des Stammvereins 1922–1927, Lehmann's Adressbuch.

13. Harald oder Helmuth Imendörffer – Oberbootsmann 1951–1954?

Was wir wissen: Vor 1938 heißt der Oberbootsmann laut den Mitteilungen Ing. Helmut Imendörffer. Die Vorstandsliste nennt für 1951–1954 einen Dipl.-Ing. Harald Imendörffer; Helmuth Imendörffer war 1954 Schriftführer und 1958–1968 Obmann.

Wo wir suchen: Vereinsakt bei der Vereinsbehörde (ab 1945), Protokolle, Mitgliederlisten.

14. Wer bildete den Vorstand 1976–1982?

Was wir wissen: Für 1976–1979 ist kein Vorstand überliefert, für 1980–1982 nur Obmann Dr. Herbert Steiner.

Wo wir suchen: Vereinsakt bei der Vereinsbehörde (Landespolizeidirektion Wien), Protokollbücher, Erinnerungen von Mitgliedern.

1938 bis 1945

15. Welche Mitglieder verlor der Club 1938, und was geschah mit ihnen?

Was wir wissen: Die Festschrift 1986 hält fest, dass der Club „eine Anzahl bedeutender und angesehener Mitglieder“ verlor. Namen und Schicksale sind bisher nicht aufgearbeitet.

Wo wir suchen: Akten des Stillhaltekommissars (Österreichisches Staatsarchiv, Archiv der Republik), Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Mitgliederlisten 1937/38.

16. Wie lief der Clubbetrieb während des Krieges?

Was wir wissen: Bekannt ist eine starke Jugendabteilung und dass der Stammverein Sammelpunkt für Mitglieder anderer Zweigvereine war. Einzelheiten fehlen.

Wo wir suchen: Zeitungen 1938–1944, Yacht-Club von Deutschland, Erinnerungen.

Seit 1945

17. „Pan“ oder „Pan II“ – mit welchem Boot gewann Rudolf Schlenk 1928 den Donau-Pokal?

Was wir wissen: Die Mitteilungen 1928 nennen die „Pan“, die Festschrift 1986 die „Pan II“.

Wo wir suchen: Yachtlisten und Vermessungsbriefe der 1920er-Jahre.

18. Was geschah seit 1986?

Was wir wissen: Dieser Abschnitt ist am dünnsten belegt: Regattaerfolge, Bauvorhaben an der Villa Miramar, die Jubiläen 2011 und 2016, die Jugendarbeit.

Wo wir suchen: Protokolle, Clubnachrichten, Fotos und Erinnerungen der Mitglieder.

Stand: Oktober 2026. Die Liste wird laufend ergänzt; geklärte Fragen fließen in die Vereinsgeschichte ein.

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